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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

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Finanzierungen aus der Gesellschaft heraus – am besten für mehr Nachhaltigkeit

09.11.18

Schwarmfinanzierungen werden Sie in Deutsch genannt. Aber besser bekannt sind sie als Crowdfunding oder Crowdinvesting. Dabei handelt es sich um Projekte und Start-ups, die ihr Startkapital nicht von der Bank erhalten, sondern von vielen kleinen Finanzierern. Die Fair Finance Week 2018 hat diesen Trend aufgegriffen und gefragt, ob sich hier neue Chancen für nachhaltige Initiativen bieten.

In das Thema führt Jamal El Mallouki ein, Vorsitzender des Bundesverbands Crowdfunding. Er erklärt, dass es verschiedene Formen gibt, innovative Projekte zu fördern: Beim Crowddonating, erhalten die Geldgeber lediglich einen Dank, in Form des gemeinschaftliche produzierten Buches oder als Namensnennung als Ermöglicher. Beim Crowdinvesting werden sie an der Wertsteigerung des Projektes oder Unternehmens beteiligt und beim Crowdlending geben die Finanzierer gemeinsam einen Kredit, der an alle mit Zins und Tilgung zurückgezahlt wird.

Gemeinsam ist allen diesen Formen, dass es dabei um eine direkte Beziehung zwischen den Geldgebern und den Initiativen handelt. Die Plattformen, auf denen man sich informiert, sind lediglich Vermittler.

Eine solche Plattform, betreut Alexandra Partale, Geschäftsführerin von place2help. Gemeinsam mit dem Regionalfonds haben sie das Ziel unsere Region Rhein-Main lebenswerter zu machen. Dazu unterstützen sie gerade Projekte im sozialen und kulturellen Bereich, die über klassische Bankfinanzierungen keine Mittel bekommen.

Auf Energie(effizienz)Projekte konzentriert sich die Frankfurter Plattform bettervest, die von Patrick Patrick Mijnals ihrem Gründer und Geschäftsführer vorgestellt wurde. Hier können Geldgeber bereits mit Beiträgen ab 50 Euro zu einem besseren Klima beitragen. Berechnungen gehen davon aus, dass jeder Erdenbürger 100 Euro investieren müsste, um das Weltklima zu erhalten.

Auch Tobis Stieber von der Triodos-Bank ist ein großer Freund von Schwarmfinanzierungen. Er berichtet, dass die ersten Windkraftwerke genau auch in dieser Form finanziert wurden. Damals haben die Banken selbst die Kapitalgeber mit umweltpolitisch aktiven Geldgebern zusammen gebracht. Heute sehen sich die Banken eher als Co-Finanzierer. Der Bankkredit sei jedoch immer für das Projekt Fremdkapital. Das Geld aus der Schwarmfinanzierung dagegen ist wertvolles Eigenkapital.

Am Ende des Abends waren sich die Beteiligten einig, das Thema Schwarmfinanzierung kann viele nachhaltige Projekte fördern und muss dazu noch viel bekannter werden.

So wie Bio im Discounter angekommen ist, so muss Nachhaltigkeit und die Finanzierung von nachhaltigen Projekten in den Massenmarkt und ins Bewusstsein der Bürger.

Daran wird die Fair Finance Week weiter arbeiten und lädt herzlich zu den nächsten Abenden ein.

 

 

 

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